Samstag, 8. Mai 2010

Unsere Leseratten


Nach den drei Musketieren ist jetzt "der Cid" dran! (Am Wochenende ausnahmsweise ohne vorher den Schlafanzug anzuziehen und sich ins Bett zu legen.)

Freitag, 23. April 2010

Neues aus der Schule

Einige der in der berichteten Elternversammlung vereinbarten Verbesserungen wurden mittlerweile umgesetzt. (Das ist deshalb erzählenswert, weil man eine solche Konsequenz von den meisten Peruanern nicht gewöhnt ist.)
Vor drei Wochen erhielten die ersten Schüler und Schülerinnen ihre versprochenen neuen Uniformen, inklusive Schuhe. Trotzdem fehlen für die Erstklässler immer noch einige Teile.
Erfreulicherweise werden seit dieser Woche die dritte und vierte Klasse in getrennten Räumen und von einem je eigenen Lehrer separat unterrichtet. Ein neuer Kollege, den die Gemeindeverwaltung absandte, ermöglichte diese Notwendigkeit. Außerdem verteilt die Direktorin seit Montag an jedes bedürftige Kind täglich ein Brötchen zur Frühstückspause. Auch ein Fluchtplan mit entsprechenden Notausgangsschildern wurde eingerichtet.

Die ersten Früchte

Die Erntezeit beginnt...



Im Gewächshaus grünt und blüht es; die ersten Früchte sind reif. Die ersten Radieschen und den ersten Mangold habe ich schon gekostet. Sie schmecken sehr aromatisch!
An drei Tagen der Woche arbeitet je eine andere Gruppe von Kindern dort. Sie ernten das Gemüse, lockern die Erde, jäten Unkraut oder befreien die Erde von Steinen. An diesen Tagen erledigen sie ihre Hausaufgaben ungewöhnlich schnell – vielleicht aus Freude, danach auf die „Chacra“ zu gehen. Dazu setzen sie sich jede Woche mit einer anderen Gemuesesorte auseinander. Diese beobachten sie nicht nur in ihrem Wachstum und der Ernte, sondern auch in der Zubereitung. Theoretisch reflektieren und festigen sie das Erfahrene anschliessend ueber ein faecheruebergreifendes Arbeitsblatt. Ich habe begonnen eine Serie von Arbeitsblaettern unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zu erstellen, die zu jeder Gemuesesorte deren botanische Grundlagen und realitaetsnahe sprachliche und mathematische Problemstellungen behandelt.

Insgesamt werden vierzehn verschiedene Gemuesesorten angebaut: Radieschen, Mangold, Spinat, Gurke, Zuchini, Tomate, Brokoli, Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, rote Beete, Lauch, Sellerie und Kopfsalat.
Auch das Niedrig-Energie-Haus mit seinem Ofen aus Vulkansteinen, einem Regenwasserauffang- und –aufbereitungssystem und drei umweltschonenden Abwasserkontainern in der Erde ist bald vollendet. Es werden nur noch kleine Innenarbeiten vorgenommen.

Hausaufgabenzeit

Samstag, 17. April 2010

Neue Nachmittagsangebote


Letzte Woche begann ich mit neuen Kursen nach der Hausaufgabenbetreuung, da ich ab dieser Woche als einzige Freiwillige mit den Kindern arbeite. Also bereitete ich vier möglichst verschiedene Freizeitkurse vor, an denen Kinder unterschiedlichen Alters teilnehmen können. In der ersten Woche konnte kommen, wer wollte, um in den Uhr-Lese-Kurs, den Sexualunterricht oder den Aerobic-Kurs mal hereinzuschnuppern und sich zu orientieren, was sie gerne machen möchten. (In der folgenden Woche sollen sie sich verbindlich in die entsprechende Liste eintragen.)
Dienstags nachmittags hat jedes Kind nach einer kurzen Zeitfühlphase seine eigene Uhr mit allen Zeigern und Ziffern gebastelt - den Aufbau einer Uhr konnten sie so am konkretesten lernen. Außerdem brauchen wir diese für die folgenden Einheiten.

In die Sexualerziehung sind wir mit einem Vergleich der Pubertät zur Verpuppung einer Raupe beim Übergang zum Schmetterling eingestiegen. Danach haben alle begeistert ihre Fragen und Themen auf kleinen Zetteln anonym notiert, die sie in diesem Kurs bearbeiten möchten. Anschließend haben sie mit großer Beteiligung die körperlichen Veränderungen, die sich bei der Entwicklung vom Mädchen zur Frau bzw. vom Jungen zum Mann ereignen, auf einem von mir erstellten Arbeitsblatt gesammelt.

Nach dem Aerobic-Kurs fragten die Mädels schon am Sonntag. Als wir am Donnerstag schließlich wie geplant die Musik einschalteten und unsere Körper zum Rhythmus bewegten, konnten wir die neidisch zuschauenden Jungs mit keinem Mittel von den Fenstern vertreiben. Vielleicht kann ich die Schwestern und einige zweifelnde Mädchen davon überzeugen, doch einen gemischten Kurs zu machen - auch wenn es wahrscheinlich der erste weltweit wäre!

Danke für Ihr Interesse und die umfangreiche Spende



Das Missionsessen brachte einen Beitrag von 500 € ein! Hier sind das unglaubliche 2000 Soles. Der Wert kann fast in allen Bereichen wie in Euro verstanden werden und hat damit wirklich eine große Bedeutung für die Albergue in Peru.